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Never have I ever: Wann, wenn nicht jetzt?

Den Alltag lieben – und entkommen

Wir alle sind alt genug, um zu wissen, dass das Leben so ganz ohne Alltag und Pläne nicht funktioniert. Wir wissen auch: Der Trott der dahinziehenden Jahre ist im Idealfall Beweis dafür, dass wir es uns leisten können, der Zeit nicht mehr Bedeutung beimessen. Sich in die Zukunft zu denken, während das hier und jetzt geschieht. Solange wir genug Zeit haben und um Mitternacht ein neuer Tag anbricht.

Doch: Sind wir nicht gleichzeitig noch jung genug, um noch nicht vergessen zu haben, dass wir es sind, die den Himmel jederzeit aufreißen können – um aus dem Grau der Gewohnheit ins All der Möglichkeiten zu greifen?

Mehr Rilke wagen

Es ist an uns, in jedem scheinbar austauschbaren Dienstag, Donnerstag oder anderen Wochentag zu erkennen, was er ist: ein Geschenk. Rilke Maria Rilke dichtete einst: „Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest.“ Wir sollten jeden Tag genießen in der Gewissheit, dass neue Tage kommen.

Dieses Credo haben wir von Legatus verinnerlicht. Unser Ziel ist es, einzigartige Momente zu schaffen. Momente, die den Unterschied machen. Momente, die in ihrer Summe jeden Menschen zu dem machen, der er ist. Momente, die Identitäten stiften und Charaktere formen.

Vom ersten Kuss und der ersten Träne

Im Kinder- und Teeniealter gibt es jede Menge dieser Augenblicke. Scheinbar flüchtige Alltäglichkeiten – und dennoch einzigartig. Warum? Weil wir Augenblicke in der Lebensphase zum ersten Mal erleben. Die Tragweite der scheinbaren Flüchtigkeiten wird uns meist erst hinterher klar. Die abendliche Sommersonne über dem goldenen Weizenfeld. Der Fahrtwind am Arm. Der satte Geruch des Sommerregens. Das Salz des Herbstlaubes, in das wir springen. Die zitternden Lippen des ersten zaghaften Kusses. Das Beben des Herzens vor dem ersten Date. Die vergeigte Fahrschulprüfung. Das Frösteln nach der ersten durchtanzten Nacht, wenn man in den neuen Morgen tritt. Der erste Job. Der erste Auftritt vor einem größeren Publikum. Die erste Übernachtung im Zelt oder Freien. Der erste Urlaub. Der erste Champagner. Die erste Freudenträne beim Lesen eines Buches oder beim Hören eines Liedes. Der Sprung vom Dreier. Die elementare Erfahrung der Überwältigung, es getan zu haben. Zum ersten Mal.

Wer bin ich – und was macht mich zu dem?

Warum liegen viele solcher Erfahrungen für viele von uns immer länger zurück? Warum halten wir es nicht mit John Lennon oder Rilke – und schaffen uns die prägenden Momente öfter? Im Alltag zwischen all den großen Plänen. Die Corona-Pandemie hat als Zäsur für viele für uns das letzte Erste-Mal-Erlebnis markiert. Es war der erste Lockdown. Der erste Stubenarrest für etwas, das wir nicht getan haben. Die erste Videokonferenz. Das erste Homeoffice.

Unsere Challenge

Wir finden: Es wird Zeit, die Sache mit dem „ersten Mal“ neu in die Hand zu nehmen.  So sind wir auf unsere „Never have I ever“-Idee gekommen. Was hast du noch nie gemacht und wofür wird es Zeit? Diese Frage stellen wir uns und starten eine Kampagne. Was wir dafür brauchen? Mut und Kreativität. Mut nicht als Abwesenheit von Angst, sondern Mut als Bekenntnis zum Leben. Mut, etwas zu wagen, das wir noch nie gewagt haben. In den nächsten Wochen denken wir uns jede Menge Challenge aus, auf die wir Lust haben. Wir freuen uns, wenn Ihr Euch von der Lust aufs Leben anstecken lasst und mitmacht. Freuen uns auf Eure Ideen zu „Never have I ever“ Wie das abläuft, erfahrt Ihr hier.

Challenge accepted? Wir hoffen doch sehr.

Euer Legatus-Team